Wilkommen im Fischereimuseum des Atlantik am historischen Hafen Lunenburgs. Dieses Museum befaßt sich mit der Geschichte des Fischfangs an der Atlantikküste Kanadas.
Es ist in einer ehemaligen Fischfabrik deren Atmosphäre einen noch den Lockruf des Meeres spüren läßt, untergebracht. Im Museum hat man die seltene Gelegenheit an Bord von Fangschiffen zu gehen, mit pensionierten ‘Old Salts’, die bei den ‘Grand Banks’ gefischt haben, zu sprechen, und sich in Dutzende von Ausstellungsobjekten und Schaukästen zu vertiefen. Jahrhunderte lebendiger Geschichte sind im Fischereimuseum zu entdecken.
Willkommen an Bord!
Besichtigen Sie die Theresa E. Connor, den letzten von Lunenburgs Dory-Schonern. An Bord dieses Schiffes fand 1967 das Museum seinen Ursprung. Seither ist das Museum gewachsen, aber die Theresa E. Connor ist weiterhin das Flaggschiff der Museumsflotte. Fachkundige Führer und ehemalige Fischer bilden die Mannschaft an Bord und beantworten gerne Ihre Fragen -und sind immer für ein Schwätzchen zu haben. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch unter Deck. Die Cape Sable steht zu Bordbesuchen am Museumskai bereit. Der Seitentrawler aus Stahl wurde 1962 gebaut. Diese Schleppnetzschiffe waren nach den Schonern die nächste Entwicklungsstufe der Fischerei. Das Ruderhaus der alten ‘Cape North’ steht auf der Uferpromenade des Museums. Besucher dürfen gerne in diesem Relikt eines der ersten erfolgreichen Trawler Lunenburgs herumstöbern.
Gespräche und Aktivitäten
Überall im Fischereimuseum liegt der Klang von Lachen und Unterhaltung in der Luft. Lassen Sie ein Modellschiff vom Stapel laufen und freuen Sie sich über das Gelingen. Lebendige Hummer gibt es in unseren ‘Lobster Tank’ auf ‘handgreifliche’ Art. Den ganzen Tag über können Sie Knoten und Spleißen lernen, Fischerhandschuhe stricken, Fischnetze flicken und über Dory-Fischen reden. Der Kabeljau, einst König des Nordatlantik, ist ebenfalls Thema eines Vortrages. Untersuchen Sie mit dem Museumspersonal die Geschichte der ursprünglichen Bluenose, das Leben der Wale, eine Studie der Kammuscheln und ihrer Ernte, und die Welt der Bootsmotoren.
Boote und Bootsbau
Die Bootswerft im Museum ist stets voller Betriebsamkeit. Kleine Boote wie Dories nehmen unter dem kritischen Blick unseres Bootsbauers Gestalt an, und kürzlich wurden ein Küstenboot mit Querheck und ein Reusenskiff vollendet. Besucher sind gerne gesehen. Eine große Sammlung von Küstenbooten wird in der ‘Hall of Inshore Fisheries’ ausgestellt. Diese Küstenboote repräsentieren die verschiedenen Gegenden der Atlantikküste. Hier wird oft der Bau von Hummerfallen vorgeführt.
Lebewesen des Atlantik
Kindern und Besuchern jeden Alters gefällt unser Anfaß-Tank. Kleines Meeresgetier ist leicht zu entdecken und darf vorsichtig berührt und gestreichelt werden. Das kalte Atlantikwasser steigert noch das Vergnügen, zum ersten Mal Seesterne, Seeigel, Krabben und Kammuscheln anzufassen. Das Museumsaquarium beherbergt Süß- und Salzwasserfische, die für die atlantische Fischindustrie von Bedeutung sind. Hier fangen Besucher gerne mit ihrer Museumstour an. Entdecken Sie die Wunder der Tiefe und halten Sie Ausschau nach unseren extra großen Hummern!
Fischindustrie der Atlantikküste
Lassen Sie sich zurückversetzen in die Frühzeit des Fischfangs bei den Grand Banks! Detaillierte Modelle gehören zur Ausstellung ‘Das Segelzeitalter der BankFischerei’ in der Galerie ‘Canadian Heritage Parks Canada’ im zweiten Stock. Alle sich daran anschließenden Abteilungen des Museums illustrieren die Fischindustrie der Atlantikküste. Eine Fülle von Gerätschaften und Fotos der Kammuschelindustrie findet man im ‘Scallop Shucking House’ auf dem Kai. Zwischen Unterbrechermotoren steht eine schwere Dampfwinde. Viele der Filme, die im Museumstheater gezeigt werden, beschäftigen sich mit Aspekten der Fischindustrie.
Das Leben in den Fischerdörfern
Auf einer Bilderreise durch Fischerdörfer und größere Gemeinden erfahren Sie etwas von der Lebensweise dort. Nähen Sie an einem Quilt oder versuchen Sie ‘Rug Hooking’! Fragen Sie den Museumsführer an der Schranke vor dem ‘Old Time Office’, warum ‘Auf den Boden spucken verboten’ ist! Zu Themen wie Rumschmuggel, Kühlhaus, Segelmacherei und Verpackung gibt es Sonderausstellungen. Die historische internationale Seite der atlantischen Fischerei wird anhand der verschiedenen Sprachen auf den alten Verpackungsetiketten deutlich. Auch Schätze aus südlichen Gewässern werden stolz zur Schau gestellt. Lunenburgs Fischer brachten ihren Liebsten oft etwas mit von der Reise, wenn sie eine Ladung Salzfisch zu den Westindischen Inseln gesegelt hatten. Auf dem Rückweg wurde das Schiff mit Salz, Melasse, Rum, hübschen Muscheln und Geschenken für die Braut beladen.